Gemeinschaftsschule Merzig

Christian-Kretzschmar-Schule Merzig

Stolpersteine - Warum?



Im Geschichteunterricht haben wir uns mit dem Nationalsozialismus beschäftigt. Schwerpunkt war u.a. auch die Verfolgung und Ermordung der Juden und politisch Andersdenkender. Zur Erinnerung an diese Opfer wurde das Projekt „Stolpersteine“ ins Leben gerufen. Stolpersteine werden vor den Häusern verlegt, in denen Opfer des Nationalsozialismus gelebt haben.


Stolpersteine


  • gegen das Vergessen

  • in Gedenken an die Opfer

  • als Mahnung an nachfolgende Generationen



Am Freitag, dem 09.10.2015 beteiligten wir uns an der Aktion „Ein Stolperstein für Valentin Kiefer“. Valentin Kiefer lebte in Hilbringen.

Er wurde 1940 wegen seiner Kritik am NS-Regime verhaftet und ins Konzentrationslager Dachau deportiert. Von dort wurde er nach Neu-Rohlau/Karlsbad, einem Außenlager des Konzentrationslagers Flossenburg, verlegt und ermordet.


Mit Flyern, die wir im Unterricht entworfen hatten, machten wir in der Merziger Innenstadt auf die Stolpersteinverlegung am Dienstag, dem 13.10.2015 in Hilbringen aufmerksam.

Dabei haben wir unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Vielen von uns fiel es nicht leicht, die Passanten in der Fußgängerzone anzusprechen. Auch reagierten viele Leute unterschiedlich, nachdem wir sie angesprochen hatten. Beeindruckt und angetan waren wir von einem Gespräch mit einer älteren Dame. Sie hat die NS-Zeit miterlebt und erzählte uns aus dieser Zeit. Dieses Gespräch mit einem Menschen, der die Gräueltaten des NS-Regimes miterlebt hat, werden wir wohl nicht vergessen. Es hat uns tief beeindruckt.


Toll fanden wir es, dass der Bürgermeister sich Zeit genommen hatte, um sich bei uns für unsere Aktion zu bedanken.

Auch Frau Repplinger-Regler, die sich seit vielen Jahren intensiv mit der Geschichte der Merziger Juden beschäftigt, besuchte uns und bedankte sich für unser Engagement. Sie machte sogar Bilder von unserer Aktion, die sie an überlebende Merziger Juden nach Israel schicken wollte, um zu zeigen, dass sich auch heute noch junge Menschen mit dem Schicksal der Merziger Juden beschäftigen und auseinandersetzen.


Als eine Generation, die die NS-Zeit nicht miterlebt hat, finden wir es wichtig, daran zu erinnern, dass Menschen für Ihre Freiheit, Rechte und Mitbestimmung kämpften und dafür sterben mussten.

Dies sollte man nicht vergessen.



Lasst euch nicht hineintreiben in Hass und Gewalt gegen andere Menschen. Lernt miteinander zu leben, nicht gegeneinander.“


Alex Deutsch

 

von: Tatjana Alt, Vanessa Keller, Dominik Pohl

Klasse 10a; Geschichte (Fr. Kerber)